Konzept & Historie

Das von Iyabo Kaczmarek und Hendrik Schwedt geleitete Projekt ist ein kulturelles Bildungsprojekt für Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren. Unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft wird bei MADE BY: SELF ein niedrigschwelliges Teilhabeangebot geschaffen, damit junge Menschen in ihrer Stadt gestaltend aktiv werden können, Verantwortung übernehmen und Teamgeist erleben.  

Thematischer Hintergrund des Projektes sind die im klassischen Kulturbereich häufig fehlenden Beteiligungsmöglichkeiten bei Veranstaltungsformaten, meist richten sich Angebote an Jugendliche als Konsumenten. Gleichwohl sind Abendveranstaltungen ein wichtiger sozialer Treffpunkt für junge Menschen, der vielfältige kulturelle und soziale Anknüpfungspunkte bietet und dem kulturellen Zeitgeist junger Menschen entspricht.

Innerhalb eines Projektzeitraumes werden verschiedene kulturelle Bildungsworkshops durchgeführt, um den Teilnehmenden aktivierende Freiräume zu bieten und notwendiges Wissen begleitend zu vermitteln, auf dessen Grundlage sie als jeweiligen Abschluss eine eigenständige Party nach ihren Vorstellungen veranstalten werden.

 

Die Inhalte der Workshops bewegen sich zwischen Themen wie DJing und Visuals bis hin zu Veranstaltungstechnik oder Marketing und werden von szenebekannten Akteur_innen aus dem Umfeld von Hannoveraner Veranstaltungsreihen und Agenturen wie Yippiee, Pix.Cell, Lieber Klub, Snapshotbox, Push It und anderen durchgeführt.

 

Zusätzlich werden im Rahmen des Projektes und in Kooperation mit verschiedenen Partner_innen regelmäßige Dialogrunden und Impulsreihen durch entsprechende Foren und Veranstaltungen angeregt.

 

Was bisher geschah
(2011-2016):

 

 

Bereits in 2011, 2012, 2014 und 2015 wurde MADE BY: SELF durchgeführt. Rund jeweils 70 Jugendliche im Alter ab 16 Jahren organisierten damals in Hannover eine Party nach ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen. Unterstützt von 20 party-erfahrenen Dozent_innen wurden in sechs bzw. sieben thematisch unterschiedlichen Workshops über einen Zeitraum von jeweils drei Monaten die Grundlagen der professionellen Nachtgestaltung erarbeitet.

 

An mehreren Wochenenden setzten sich die Teilnehmer_innen von MADE BY: SELF in Intensivworkshops mit verschiedenen Akteuren der Landeshauptstadt, der Region Hannover und der Polizeidirektion Hannover, mit Sozialarbeitern von Wohlfahrtsverbänden sowie Vertretern von Sicherheitsfirmen über Themen wie Prävention, Jugendschutz, Sicherheit und Gesetzeslagen im Zusammenhang mit Nachtveranstaltungen auseinander. Die Teilnehmer nahmen die Perspektive eines Veranstalters ein und lernten so viel über die Übernahme von Verantwortung.

 

Die erste selbstbestimmte Party unter dem Motto "MADE BY: SELF - MEGATIEF" stieg am 22.12.2011 im Capitol Hannover (Gast-Act: Lovebirds aus Hamburg), der zweite Durchlauf endete mit "MADE BY: SELF - HÖHENFLUG" im Foyer des Schauspielhauses Hannover am 14.07.2012 im Rahmen des „Jugend spielt für Jugend“-Festivals vom Jungen Schauspiel Hannover (Gast-Act: Robosonic aus Berlin). Der dritte und vierte Durchlauf endete in 2014 mit "KONTRAST" (Main-Act: Dapayk) und in 2015 mit "LIQUIT" (Main-Act: Beatamines) jeweils im Kulturzentrum Pavillon, wobei der Pavillon seit 2014 auch Projektträger von MADE BY: SELF ist.

 

Die Projektleitung und -verantwortung hatten in der Vergangenheit Iyabo Kaczmarek, Gunnar Geßner, Robin Weber und Hendrik Schwedt.

Partner_innen und Förderer_innen der bisherigen MADE BY: SELF-Projekte waren das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Fonds Soziokultur, der Verein zur Förderung aufsuchender Jugendsozialarbeit Hannover e.V., Landeshauptstadt Hannover (Jugendschutz und Straßensozialarbeit), Landeshauptstadt Hannover (Bildung und Qualifizierung), die Region Hannover (Team Jugendarbeit, HaLT!-Projekt), die Polizeidirektion Hannover, die STEP gGmbH, das Paritätische Jugendwerk, das Nds. Staatstheater (Schauspiel Hannover, Junges Schauspiel), die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen e.V. sowie die Sparkasse Hannover, die TUI Stiftung, die Klosterkammer Hannover, die Bürgerstiftung Hannover und die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung.

Als Dozent_innen helfen und halfen Akteur_innen von u.a. folgenden Unternehmen, Organisationen, Kollektiven und Initiativen mit (2011-2016): Yippiee, Tiefenrausch, Maximal, Pix.Cell, Uschi Rakete, This Ain’t Bristol, Snapshotbox, Lieber Klub, Bits’n’Bongos, PlatzProjekt, Dunkle Vorahnung, Kollektiv upperground, Move Something, Hannover Liebe, Push it!, Filtertÿpen, Linden Lounge, Elektrischer Widerstand, WayBack, Team Dauerfeuer, Bass.mati, Edelstall, Les Petits, Createdbymonkeys, Stadtmagazin Prinz, 3Raum, Monkey’s, Kochstraße, MediaAgent, Gut e.V, Elektro Science, 60 Hertz sowie verschiedene Gast-Dozent_innen.